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Aktuelle Urteile 2020


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BGH: Zur Rechtserhaltung und zum Schutz von Marken, die für Oberbegriffe eingetragen sind, aber nur für Spezialware benutzt werden, Beschluss vom 06.02.2020 - INJEKT/INJEX

Im Löschungsklageverfahren wirkt die Benutzung für eine Spezialware auch für einen umfassenderen, nicht zu breiten Warenoberbegriff rechtserhaltend. Dies gilt nicht für das Markenverletzungsverfahren. Ist die Marke für einen (weiten) Warenoberbegriff eingetragen, ist sie in diesem Verfahren so zu behandeln, als sei sie nur für die konkret benutzten Waren registriert. Der Schutz erstreckt sich aber auch auf gleichartige Waren.

eingestellt: 02. 07. 2020



BGH: Zur Verwechslungsgefahr bei kennzeichnungsschwachen Marken, Beschluss vom 06.02.2020 - INJEKT/INJEX

Wird aus einem wegen beschreibender Anklänge kennzeichnungsschwachen oder originär schutzunfähigen Zeichen, das als Marke eingetragen worden ist, wegen Verwechslungsgefahr Widerspruch erhoben, dürfen bei der Prüfung der Zeichenähnlichkeit beschreibende Zeichenbestandteile nicht von vornherein aus der Betrachtung ausgeschlossen werden.

eingestellt: 02. 07. 2020



BGH: Zum Schutz einer geografischen Angabe, Urteil vom 28.05.2020 - Deutscher Balsamico II

Der Umstand, dass sich der Schutz einer geschützten geografischen Angabe (hier: "Aceto Balsamico di Modena") nicht auf die Verwendung ihrer einzelnen nicht geografischen Bestandteile (hier: "Aceto", "Balsamico", "Aceto Balsamico") in einer Produktbezeichnung erstreckt, entbindet nicht von der Prüfung, ob eine angegriffene Produktaufmachung unter Berücksichtigung ihrer weiteren sprachlichen und bildlichen Gestaltungsmerkmale eine Anspielung im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 1151/2012 darstellt.

eingestellt: 02. 07. 2020



BGH: Zur Grundrechtsabwägung bei der Berichterstattung über Tagesereignisse, Urteil vom 30.04.2020 - Afghanistan Papiere II

Im Rahmen der bei Prüfung der Schutzschranke der Berichterstattung über Tagesereignisse gemäß § 50 UrhG vorzunehmenden Grundrechtsabwägung ist im Falle der Veröffentlichung eines bislang unveröffentlichten Werks auch das vom Urheberpersönlichkeitsrecht geschützte Interesse an einer Geheimhaltung des Werks zu berücksichtigen. Nicht zu berücksichtigen ist dagegen das Interesse an der Geheimhaltung von Umständen, deren Offenlegung Nachteile für die Interessen des Staates und seiner Einrichtungen haben könnten. Dieses Interesse ist nicht durch das Urheberpersönlichkeitsrecht geschützt.

eingestellt: 02. 07. 2020



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